Auswirkungen personalisierter Ernährung auf Migräne

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Universität zu Lübeck und Perfood suchen Patienten mit episodischer Migräne für klinische Studie

In Deutschland leiden Schätzungen zufolge bis zu neun Millionen Men­schen an Migräne. Die klinische Er­fahrung zeigt, dass Ernäh­rung und damit der Blutzuckerspiegel bei vielen Patien­t*innen eine wichtige Rolle als Trigger für Migräne­anfälle spielt. Um die Effekte einer personalisierten, niedrig-glykä­mischen Ernährung als Migräneprophylaxe zu untersuchen, hat die Universität zu Lübeck im Auftrag der Lübecker Perfood GmbH eine offene, monozentrische, randomisierte gegen Standardbehandlung kontrollierte Studie gestartet.

Am 5. September ist Welt-Kopfschmerz-Tag. Um Wege aus der Krankheit aufzuzeigen, erforscht die Universität zu Lübeck im Auftrag der Perfood GmbH derzeit Auswirkungen personalisierter Ernährung auf Migräne. (Bild: ©peterschreiber.media/stock.adobe.com)
Auswirkungen personalisierter Ernährung auf Migräne

Es handelt sich um die erste komplett digital durchführbare Studie zur Erforschung von personalisierten Ernährungs­interventionen im Zusammenhang mit Migräne. Sie steht unter der Leitung von Prof. Dr. med. Diamant Thaci vom Exzellenz­zentrum Entzündungsmedizin des Uniklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck. Interessierte Migräne­patient*innen können sich ab sofort an der Studie beteiligen. Ärzte und Ärztinnen sind willkommen, von Migräne betroffene Pa­tient*innen über die Studie zu informieren.

Die Studie richtet sich an Menschen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, die an durchschnittlich mindestens drei Migränetagen im Monat leiden. Die Migräne muss vor dem 50. Lebensjahr begon­nen haben und seit mindestens zwölf Monaten bestehen. Die Teilnehmer*innen benötigen außerdem ein Smartphone, auf dem man eine Android- oder iOS-App installieren kann. Die ersten Ergebnisse werden in elf Monaten erwartet.

Unter sincephalea.de/migraenestudie stehen detaillierte Informationen zur Verfügung und man kann sich direkt online anmelden.

Forschungsgegenstand ist die digitale Gesundheitsanwendung sinCephalea. Diese Anwendung stellt einen Messdaten-basierten, ernährungsmedizinischen Ansatz zur Migräneprophylaxe dar, der sich unkompliziert und ohne Nebenwirkungen in den Alltag der Patient*innen integrieren lässt. sinCephalea leitet Ernäh­rungsempfehlungen aus einer bis zu 14-tägigen Messphase des Blutzuckers ab. In dieser Phase messen die Studienteil­nehmer*innen der Interventionsgruppe über einen Sensor kontinuierlich ihren Gewebezucker. Parallel führen sie ein Tagebuch über ihre Ernährung sowie über Aspekte wie Migräneattacken, Bewegung, Schlaf und Medikation. Damit transformiert sinCephalea etablierte Erkenntnisse aus der Stoffwechselmedizin über den Zusammenhang von Ernährung und Migräne in eine intuitive digitale Gesundheitsanwendung für die individualisierte Migräneprophylaxe.

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