Bundesbester Mikrotech­nologe kommt vom Fraunhofer ISIT

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Als Bester in ganz Deutschland absolvierte Artem Kormann seine staatlich anerkannte Ausbildung zum Mikrotechnologen in Itzehoe

Er absolvierte seine duale Ausbildung in der Fachrichtung Mikrosystem­technik und lernte, wie mikroelektro­nische, mechanische und optische Bauelemente im Mikro­maßstab gefertigt und analysiert werden.

undefined Von links nach rechts: Knud Hansen, Präsident IHK zu Kiel, Artem Kormann, Monika Heinhold, stellvertretende Ministerpräsidentin und Jört Orlemann, Hauptgeschäftsführer IHK zu Kiel (Bild: ©Fraunhofer ISIT)
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Bundesbester Mikrotech­nologe kommt vom Fraunhofer ISIT

In seiner Urkunde spricht die IHK ihm für diese herausragende Leistung Lob und Anerkennung aus. Auch ISIT-Leiter Prof. Dr. Axel Müller Groeling gratulierte. „Herzlichen Glückwunsch Artem, zu diesem tollen Erfolg. Wir sind stolz auf Dich und hoffen, dass ein bisschen von Deinem Glanz auch auf das ISIT fällt“. Mikrotechnologen werden am ISIT seit 2000 erfolgreich ausgebildet. Jedes Jahr bekommen zwei engagierte junge Menschen die Möglichkeit die 3-jährige, duale Ausbildung zu beginnen.

Am 18. November 2021 haben die IHKs aus Flensburg, Kiel und Lübeck die landesbesten Auszubildenden geehrt. Von der Hauswirtschafterin bis hin zum Sattelmacher. Unter den Jungstars der Wirtschaft: Mikrotechnologe Artem Kormann.

„Sie haben die Weichen für Ihre Zukunft mehr als erfolgreich gestellt und glänzende Aussichten, beruflich voll durchzustarten. Sie sind die besten Markenbotschafter, die wir uns für die Duale Ausbildung wünschen können. Herzlichen Glückwunsch!“, sagte Friederike C. Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein, den 106 landesbesten Azubis. 90 von ihnen waren zur Landesbes­tenehrung in die ACO Thormanhalle in Büdelsdorf gekommen, um Urkunde und Glaspokal von der stellvertretenden Ministerpräsidentin Monika Heinold und den IHK-Spitzen entgegenzunehmen. Neben Artem Kormann sind neun weitere von ihnen 2021 Bundesbeste in ihren Berufen geworden.

Kühn betonte auf der Veranstaltung die Bedeutung der Dualen Ausbildung für Deutschland. Das Erfolgsmodell Duale Ausbildung zeigt in Krisen seine wahre Stärke: Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland war im Januar 2021 die niedrigste aller EU-Staaten. „Nur durch die kontinuierliche und praxisnahe Ausbildung stellen wir sicher, dass sich unsere Wirtschaft auch künftig gut entwickelt.

Nach der Corona-Delle ist der Fachkräftemangel als größtes Geschäftsrisiko aber mit ungeahnter Kraft zurück. In einigen Branchen finden die Betriebe keine oder kaum Fachkräfte und Azubis“, warnte Kühn. Laut Fachkräfteprojektion fehlten bis zum Jahr 2035 in Schleswig-Holstein mindestens 180.000 Beschäftigte – vor allem auf Fachkräfteniveau. „Nachwuchsförderung ist immer auch Zukunftssicherung und damit wichtiger denn je“, sagte die IHK-Präsidentin. Kühn dankte stellvertretend für die drei IHKs im Land auch den Unternehmen und den Prüferinnen und Prüfern für ihre Ausbildungsbemühungen.

Im Namen der Landesregierung richtete sich die stellvertretende Ministerpräsidentin und Finanzministerin Monika Heinold an die Jahrgangsbesten: „Ich gratuliere allen Auszubildenden mit Bestleistungen zu ihrem großartigen und besonderen Erfolg. Sie haben beachtliche Leistungen, Talent und Fleiß bewiesen und dies in außergewöhnlichen Zeiten. Herzlichen Glückwunsch! Ich wünsche mir, dass Sie Ihre Neugier und Ihr Engagement auch für die Zukunft bewahren. Der Erfolg der Landesbesten ist auch ein großer Erfolg für die Ausbilderinnen und Ausbilder. Herzlichen Dank für Ihr Engagement und Ihre Unterstützung.“

Trotz des hohen Stellenwerts der Dualen Ausbildung haben die IHKs in Schleswig-Holstein rund zehn Prozent weniger Ausbildungsverträge eingetragen als im Vorkrisenjahr 2019. Fehlende berufliche Orientierung und unter Corona-Bedingungen nur schwer durchführbare Praktika zählen zu den Gründen. „Jetzt gilt es, die Ausbildung für die Post-Pandemie zu rüsten. Denn erst durch Berufsorientierung erhalten junge Menschen ein Gefühl für die Vielfalt der Berufe, ihre eigenen Vorlieben und auch Karrierechancen.“

Um die Attraktivität der Dualen Ausbildung zu erhalten, sei eine zeitgemäße Ausstattung in den Schulen mit digitalen Lehr- und Lernmöglichkeiten unerlässlich, ebenso wie ein leistungsfähiger und bedarfsgerechter ÖPNV. „Für die Auszubildenden ist die gute und kostengünstige Erreichbarkeit ihrer Berufsschulen und Unternehmen auch heute noch ein absolutes Pflichtkriterium“, mahnte Kühn.

Ihren Marktwert, so die Präsidentin, hätten die Landesbesten sicherlich bereits ausgelotet. „Glauben Sie mir: Schon heute haben Sie hervorragende Chancen und werden allerorten mit Kusshand genommen. Nutzen Sie diese Chance, sammeln Sie Erfahrungen in den Betrieben und werden Sie selbst Ausbilderin oder Ausbilder. Machen Sie als unsere Markenbotschafter für Duale Ausbildung im Freundes- und Bekanntenkreis Werbung und begeistern Sie andere. Nach der Ausbildung ist für Sie noch lange nicht Schluss – das verspreche ich Ihnen!”

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