DESYs Innovationsökosystem unter die Lupe genommen

Crossed

Besuch von Staatssekretär Thomas Sattelbereger - Gespräche und Campustour drehen sich um Nachwuchsförderung und Innovationsaktivitäten des Forschungszentrums

Thomas Sattelberger, Parlamenta­rischer Staatssekretär im Bundes­ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) agiert gleichzeitig als Beauftragter für Transfer und Ausgründungen aus der Wissenschaft. Insbesondere dieser Aspekt als auch die Fragestellungen zu den gesamten Innovationsökosystem, das sich auf und um den DESY-Forschungscampus Bahrenfeld bildet, galt sein Augenmerk bei seinem heutigen Besuch des Forschungs­zentrums. Ein weiterer Schwerpunkt war die Aus- und Weiter­bildung des wissenschaftlichen Nachwuchspersonals bei DESY.

Thomas Sattelberger (Mitte) mit dem Modell der DESY Innovation Factory, dem integrierten Technologie- und Gründerzentrum, das auf dem Campus entsteht. (Bild: © DESY, Marta Mayer)
Thomas Sattelberger (Mitte) mit dem Modell der DESY Innovation Factory, dem integrierten Technologie- und Gründerzentrum, das auf dem Campus entsteht. (Bild: © DESY, Marta Mayer)
DESYs Innovationsökosystem unter die Lupe genommen

In dem erst im letzten Jahr eingeweihten Innovationszentrum auf dem Forschungscampus, den Start-up Labs Bahrenfeld, erhielt Thomas Sattelberger einen Einblick in Entwicklungsprojekte zweier sehr unterschiedlicher junger Unternehmen, die aus dem wissenschaftlichen Kontext entstanden sind: Class 5 Photonics, eine Ausgründung von DESY und dem Helmholtz-Institut Jena, entwickelt und stellt Lasersysteme für Blitze im Femto­sekundenbereich her. Das Unternehmen beliefert heute Labore und Forschungsinstitute weltweit. Provirex, eine Neugründung im Bereich Biotechnologie und Spin-off des Heinrich-Pette-Instituts hat sich erst vor Kurzem auf dem Campus angesiedelt und arbeitet an einer Heilung von HIV/AIDS.

„Rund um DESY sehen wir genau das, was wir in Zukunft noch viel stärker fördern wollen, nämlich Ausgründungen und einen vorbildlichen Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Praxis. Genau dies werden wir mit der Deutschen Agentur für Transfer und Innovationen DATI weiter voranbringen. Das DESY ist schon heute ein Knotenpunkt, an dem sich Deeptech-Unter­nehmen mit Potenzial und zukunftsweisende Technologie­entwicklungen finden. Wir sehen hier ein Innova­tionsökosystem im Wachstum, dessen gesamtes Durchschlags­potenzial bereits jetzt beeindruckend ist und das wir mit Bundesmitteln in Höhe von 95 Millionen Euro für das Integrierte Technologie- und Gründer­zentrum mit einem weiteren Leuchtturm versehen. Ich bin gespannt, welche weiteren Ideen, Ausgründungen und Technologien hier in den kommenden Jahren ihren Ursprung finden werden“, sagt Thomas Sattelberger.

Weitere Themen während des Besuchs umfassten:

  • Einen Überblick über die Entwicklungen der kompakten Beschleunigertechnologie, die DESY weltweit führend vorantreibt. Eine Technologieentwicklung, die langfristig in Wissenschaft und Industrie zu rapiden Entwicklungssprüngen verhelfen kann: Denn diese kompakten Strahlungsquellen machen State-of-the-Art-Analysemethoden einer breiten Nutzerschaft auf einfache Weise zugänglich.
  • Gespräche mit Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, insbesondere zu Möglichkeiten der weiteren Karriereplanung in der Wissenschaft oder in der Privatwirtschaft. Dies ging einher mit der Fragestellung, wie das Interesse an Ausbildung und Studium in MINT-Fächern weiter gestärkt werden kann.

Diskussionen mit Mitarbeitenden aus dem Bereich Innovation & Technologietransfer bei DESY, deren Arbeit das Innovations­ökosystem auf dem Campus, Zusammenarbeit mit der Industrie und Förderung neuer Technologien umfasst. „Eine zentrale Zielsetzung DESYs ist, dass die Forschung, die wir hier vorantreiben auch einen direkten positiven Einfluss auf wichtige Herausforderungen der Gesellschaft hat. Mit unseren Röntgen­lichtquellen, bis hin zu Technologieentwicklungen: DESY leistet wichtige Beiträge von der Medikamentenentwicklung bis hin zu dem Design neuer, nachhaltiger Materialien. Durch unsere Aktivitäten gestalten wir ein Innovationsökosystem, in dem DESY als Plattform agiert und unterschiedlichste Akteure zusammen­bringt, um genau diese Lösungen in marktreife Produkte und Services zu überführen“, erklärt Arik Willner, Chief Technology Officer bei DESY und verantwortlich für den Bereich Innovation des Forschungszentrums.

Neben den Gesprächen mit den Mitarbeitenden der Start-Ups und des Forschungszentrums verschafft sich Thomas Sattelberger auch einen Einblick in die Forschung, die an der Synchrotron­strahlungsquelle PETRA III – zukünftig auch PETRA IV – betrieben wird. Die Forschungsfelder, von Gesundheit über Energie, Materialien bis hin zu Erde und Umwelt, greifen relevante Fragestellungen auf, wo Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen für ein nachhaltiges Leben unabdingbar sind.

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