Eröffnung der Start-up Labs Bahrenfeld

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Ein neues Zuhause für Wissenschafts-Unternehmergeist und Innovationen

Hier zieht die Zukunft ein: Die Start-up Labs Bahrenfeld, ein Gemeinschafts­projekt von DESY, der Universität Hamburg und der Stadt Hamburg, sind der neue Ort für Wissenschafts-Unternehmergeist auf dem Forschungscampus von DESY. Das Innovationszentrum für Deeptech-Start-ups wird auch das Profil der zukünftigen Science City Bahrenfeld schärfen. Am 20. September wurden die Start-up Labs offiziell eröffnet.

Die Start-up Labs Bahrenfeld sind mehr als nur ein Gebäude. Sie sind eine Community in der Netzwerk und Austausch wichtige Elemente sind. (Bild ©DESY, Marta Mayer)
Die Start-up Labs Bahrenfeld sind mehr als nur ein Gebäude. Sie sind eine Community in der Netzwerk und Austausch wichtige Elemente sind. (Bild ©DESY, Marta Mayer)
Eröffnung der Start-up Labs Bahrenfeld

Junge Unternehmen und Existenzgründer aus dem physi­kalischen und biophysikalischen Bereich haben im Hamburger Westen ein neues Zuhause: „Die zukünftige Science City Bahrenfeld bietet beste Standortbedingungen für wissen­schaftliche Institute, Start-ups und innovative Unter­nehmen“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher bei der offiziellen Eröffnung. „Mit den Start-up Labs Bahrenfeld schaffen wir in der Nachbarschaft zu DESY einen Ort, an dem aus Grundlagenforschung und klugen Ideen innovative Produkte und Anwendungen entstehen.“

Denny Droßmann, Gescäftsführer der Start-up Labs, Arik Willner, CTO bei DESY, Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, Helmut Dosch, der Vorsitzende des DESY-Direktoriums, und Jetta Frost, Vizepräsidentin der Universität Hamburg, schalten symbolisch das Licht in den Start-up Labs Bahrenfeld ein. (v.l.n.r.)

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank ergänzte: „Es ist spannend zu sehen, wie in Zusammenarbeit des DESY und der Universität Hamburg in den neuen Start-up Labs künftig neuer Raum für Spitzenforschung und neue Formen des Austauschs für Innovationen entstehen wird. Kluge Köpfe können ihre Ideen ausarbeiten, umsetzen und später in Ausgründungen und innovative Produkte umwandeln. Das ist ausschlaggebend für den wissenschaftlichen Transfer und auch für ein Wirtschafts­wachstum mit Innovation als Treiber von Fortschritt und Ant­worten auf die drängendsten Zukunftsfragen: So werden hier in der künftigen Science City Hamburg-Bahrenfeld durch zukunfts­weisende Forschungen im Bereich von Laser und Photonik in den kommenden Jahren auch konkrete Produkte und Dienstleis­tungen entwickelt werden, die uns allen künftig im Alltag begegnen oder unser Leben verbessern.“

Auf 2700 Quadratmetern sind Labore und Werkstätten, Büros und Meetingräume entstanden. Bedarf und Nachfrage sind hoch – ein Großteil der Räumlichkeiten der Start-up Labs ist schon jetzt vermietet. Die thematische Diversität der jungen Unternehmen ist groß und reicht von Synchronisationssystemen bis zu individualisierten Tests zur Krebsdiagnostik. Auch die Altersspanne der Unternehmen reicht von absoluten Neugründungen bis hin zu Unternehmen, die sich bereits am Markt etabliert haben. Was alle jedoch gemeinsam haben: Einen Ursprung in komplexen, wissenschaftlich getriebenen Produkten oder Dienstleistungen. Helmut Dosch, der Vorsitzende des DESY-Direktoriums, wies auf einen großen Vorteil hin: „So können sich auch die Gründerinnen und Gründer untereinander über die fachlichen Grenzen hinweg austauschen und viele Synergieeffekte erzielen.“

Betreiber der Start-up Labs ist die Innovationszentrum For­schungscampus Hamburg-Bahrenfeld GmbH. Deren Geschäfts­führer ist Arik Willner, Chief Technology Officer von DESY. Er sagte: „Gerade in Pandemie-Zeiten brauchen vor allem junge Gründerinnen und Gründer tatkräftige Unterstützung erfahrener Kolleginnen und Kollegen aus Forschung und Industrie, um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten langfristig erfolgreich zu sein.“ Der DESY-Campus in Bahrenfeld biete dafür auch dank des Forschungs-Netzwerks mit Wissenschafts­institutionen wie der Universität Hamburg und dem Max-Plack-Institut für Struktur und Dynamik der Materie ideale Voraussetzungen.

„Die Startup Labs Bahrenfeld unterstützen innovative Durch­brüche auf dem langen Weg von der Grundlagenforschung zum erfolgreichen Markteintritt“, sagte Jetta Frost, Vize­präsidentin der Universität Hamburg. Und auch Wirt­schaftssenator Michael Westhagemann sieht sich in seiner Strategie bestätigt: „Die Start-up Labs stellen in der Innovationskette ein ausgezeichnetes Bindeglied zwischen dem DESY-Ökosystem und dem Innova­tionspark am Vorhornweg dar. Dank des neuen ausgezeichneten Infrastrukturangebots können Start-ups in ihrer Entwicklung und Vernetzung optimal unterstützt werden. Zukünftig sollen die Start-up Labs durch zwei weitere wichtige Vorhaben, dem ‚tecHHub‘ und die ‚DESY Innovation Factory‘ im Innovationspark flankiert werden.“

Die Start-up Lab Bahrenfeld Eröffnungsfeier in Bild und Ton

Dies bestätigen auch die Unternehmen in dem neuen Inno­vationszentrum, für diese sind die Start-up Labs die richtige Infrastruktur am passenden Ort: „Dass wir hier einziehen konnten, ist für uns ein echter Glücksfall“, sagte Julian Becker, CEO der X-Spectrum GmbH, die Highend-Detektoren für die Forschung baut. „Wir haben zur Unterstützung jederzeit kompetente Ansprechpartner. Die Anbindung an die Campus-Infrastruktur von DESY ist für uns ein echter Pluspunkt.“

Die Start-up Labs Bahrenfeld in Zahlen:

  • Gesamtkosten: 17,5 Mio Euro. Davon trug die Stadt Hamburg 14,2 Mio Euro
  • Bauzeit: Zwei Jahre von Sommer 2019 bis Sommer 2021
  • Bauherr und Betreiber ist die Innovationszentrum Forschungscampus Hamburg-Bahrenfeld GmbH, eine gemeinsame Gesellschaft von DESY (44%), der Universität Hamburg (26%) und der Stadt Hamburg (30%).
  • Fläche: 2700 Quadratmeter Nettogeschoßfläche
  • Die Miete pro Quadratmeter richtet sich nach technischer Ausstattung und Firmenalter der jeweiligen Unternehmen
  • Größe der gemieteten Flächen variiert zwischen 24 und 600 Quadratmetern
  • 8 Unternehmen bereits im Gebäude - erste Mieter seit de 01. Juli im Gebäude
  • 92 Prozent der verfügbaren Flächen sind ausgelastet - aktuell noch 170 Quadratmeter frei

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