KI-SIGS: Maßstäbe für das Gesundheitssystem der Zukunft

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Projekt der Modellregion Norddeutschland

Eine gemeinsame Kraftanstrengung der Bundesregierung und den Landes­regierungen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen hat ein Modell­projekt ermöglicht, das seinesgleichen sucht: seit April letzten Jahres arbeiten Medizinerinnen und Mediziner, Informatikerinnen und Informatiker sowie Ingenieure aus Norddeutschland gemeinsam an neuen Lösungen für Gesundheitssysteme, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz unterstützt werden können.

Bild: ©Universität zu Lübeck
Bild: ©Universität zu Lübeck
KI-SIGS: Maßstäbe für das Gesundheitssystem der Zukunft

An der Universität zu Lübeck treffen sich die mehr als 20 Projektpartner des norddeutschen Leuchtturmprojekts "KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme" (KI-SIGS) zum ersten Mal seit Projektbeginn in Präsenz und präsentieren ihre bisherigen Ergebnisse auf dem „KI-SIGS Summit – The Northern AI-Booster“, welcher am 16. & 17. November 2021 stattfindet.

„Das Projekt KI-SIGS zeigt für die Modellregion Norddeutschland beispielhaft auf, wie durch einen gemeinsamen institutionellen Rahmen, den „KI-Space“, medizinische KI-Technologien besser entwickelt und schneller in die Anwendung gebracht werden können“, berichtet Prof. Stefan Fischer, Sprecher von KI-SIGS. Das gemeinsame Ziel ist ein intelligentes Gesundheitssystem, in dem sich Forschung und Praxis – von Kliniken über Haus- und Facharztpraxen bis hin zur häuslichen Pflege − kontinuierlich über medizinische KI-Technologien austauschen. „Dafür arbeiten wir an unserem Herzstück − der KI-Plattform. Über diese werden der Wissenstransfer organisiert, geplante Entwicklungen aufeinander abgestimmt, regulatorische und ethische Vorgaben erarbeitet sowie der Anschluss an andere Netzwerke ermöglicht.“ erklärt Prof. Martin Leucker von der UniTransferKlinik Lübeck GmbH, welche die Konsortialführung in diesem Projekt übernommen hat.

Der KI-Summit präsentiert an zwei Tagen eindrucksvoll, welche Umsetzungen der künstlichen Intelligenz heutzutage möglich sind. Dabei reicht das Spektrum von Homecare Augendiagnostik über digitale Röntgenassistenten oder Monitoring von Vitalpara­metern bis hin zu Individualisierter Hörhilfenanpassung und Bewegungstraining. Spannende Demonstratoren werden bei­spielsweise im Bereich der Augendiagnostik und der Bewe­gungsanalyse vorgestellt. Anhand der auf dem Summit präsen­tierten Poster können die Themen der Projekte vertieft diskutiert werden.

Die Herausforderungen im Schaffen eines intelligenten Gesundheitssystems liegen vor allem in den Bereichen Datenbereitstellung und Datenschutz. Auch ethischen und regulatorischen Fragestellungen wird sich das Konsortium widmen. Ein großer Schwerpunkt liegt dabei auf der weiteren Verzahnung und Abstimmung zwischen den einzelnen Projekten zur Schaffung eines gemeinsamen Ökosystems.

Auch Partner von KI-SIGS werden in das Treffen eingebunden, um spannende Impulse aus Politik, Wirtschaft und Medizin zu adressieren. KI-SIGS ist einer der 16 Gewinner des Innovations­wettbewerb „Künstliche Intelligenz“ des Bundes­ministeriums für Wirtschaft und Energie. Das Treffen der Projektteilnehmenden ist eingebettet in die Woche der KI in Lübeck, die vom 15.-19. November in Lübeck stattfindet

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