Mitarbeiter aus der Luftfahrt unterstützen WEINMANN

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Für die auf Hochtouren laufende Produktion von dringend benötigten Beatmungsgeräten hat der Medizintechnik-Hersteller WEINMANN Emergency kurzfristig Unterstützung aus dem Luftfahrtcluster erhalten. Bislang wurden 12 Mitarbeiter durch den branchenführenden Personaldienstleister AviationPower vermittelt.

© Weinmann Emergency
Mitarbeiter aus der Luftfahrt unterstützen WEINMANN

Die Corona-Krise stellt die Wirtschaft vor neue Herausforderungen: Während Hersteller in der Medizintechnik-Branche durch den gesteigerten Marktbedarf die Produktion ausbauen, um ihre Kundenanfragen weiterhin zuverlässig zu bedienen, befinden sich andere Wirtschaftszweige in der Situation, dass einige Tätigkeiten vorübergehend auf ein Minimum herruntergefahren werden.

In Hamburg hat sich für diese beiden Fälle jüngst eine Win-Win-Situation ergeben, indem branchenübergreifend personelles Angebot und Nachfrage zusammengeführt wurden. Vermittelt wurde dies durch die beiden norddeutschen Branchennetzwerke Life Science Nord und Hamburg Aviation, die seit Beginn der Krise mit vielen `ihrer` Akteure in Kontakt stehen und so Informationen zu deren aktueller Lage und pandemiebedingten Herausforderungen erhalten. Bei der Suche nach Synergiemöglichkeiten stellte sich heraus, dass die beiden Branchen Luftfahrt und Medizintechnik nicht so unterschiedlich sind wie man zunächst vermutet.

„Die vielfältigen und zum Teil sehr hohen Anforderungen, die an das Personal in ihren jeweils absolut sicherheitsrelevanten Arbeitsabläufen gestellt werden, sind sogar sehr ähnlich“, fasst Christian Kokot von AviationPower zusammen. „Ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein, ein präziser Arbeitsstil, eine exakte Dokumentation und viel Sensibilität für das Thema Arbeitssicherheit sind beispielsweise in beiden Branchen unverzichtbar.“

Günstige Voraussetzungen also, um Mitarbeiter, die aktuell wegen der Corona-Krise nicht in der Luftfahrtindustrie beschäftigt werden können, in der Medizintechnik einzusetzen. So ist es gemeinsam gelungen, bislang zwölf Mitarbeiter von AviationPower innerhalb kürzester Zeit erfolgreich in den laufenden Produktionsprozess von WEINMANN Emergency zu integrieren. Alle Mitarbeiter der AviationPower Group waren bis vor kurzem in der Produktion oder der Instandhaltung in luftfahrttechnischen Betrieben beschäftigt.

Das kann auch Marcus Schmid, Justiziar der WEINMANN Emergency, bestätigen: „Die Zusammenarbeit mit Aviation Power war von Beginn an unkompliziert und zuverlässig. In unserem Werk in Henstedt-Ulzburg ist man froh über die tatkräftige Unterstützung in der Neugerätemontage. Von unseren Teamleitern wurde mir berichtet, dass wir durchweg gut qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter überlassen bekommen haben, die sich bereits nach kürzester Zeit sehr gut in unsere derzeit im Schichtbetrieb arbeitenden Teams, bestehend aus erfahrenen und sehr engagierten Mitarbeitern, eingefügt haben.“

Christian Kokot freut sich, dass die Integration auch auf „menschlicher Seite“ so problemlos funktioniert: „Wir sind sehr glücklich über die reibungslose und pragmatische Zusammenarbeit mit den Beschäftigten von AviationPower. Unsere Kollegen wurden sehr herzlich aufgenommen und extrem schnell und umfassend eingewiesen. Dank möchten wir auch unseren Mitarbeitern aussprechen, die viel Flexibilität bewiesen haben und so ebenfalls maßgeblich zum Erfolg dieser Branchen übergreifenden Kooperation beitragen.“

Eine Kooperation, die man in diesen herausfordernden Zeiten sicherlich als kleine Erfolgsstory betiteln kann und die durchaus eine Fortsetzung verdient. Das sieht auch Life Science Nord-Clustermanager Hinrich Habeck so: „Gemeinsam mit unseren Kollegen vom Luftfahrt-Cluster haben wir über Branchengrenzen hinweg die Kräfte gebündelt und so dazu beigetragen, dass die Produktion von Beatmungsgeräten, die in der Corona-Pandemie ja eine sehr wichtige Rolle spielen, ausgeweitet werden konnte. Wir hoffen und arbeiten daran, dass durch weitere Kooperationen dieser Art die Herstellung wichtiger Güter gesichert werden und Arbeitnehmer*innen eine gute Beschäftigung finden können.“

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