mRNAs "made in Hamburg"

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Staatsrat Andreas Rieckhof zu Besuch bei Life-Science-Nord-Gold-Mitglied AmpTec

mRNA – eines der Schlagwörter der vergangenen zwei Jahre. Und eines der führenden Unternehmen der mRNA-Entwicklung und -Herstellung hat seinen Sitz in Hamburg. Bei einem Besuch des Staatsrats der Behörde für Wirtschaft und Innovation, Andreas Rieckhof, war Life Science Nord mit vor Ort, um sich gemeinsam über die Entwicklung der Amplification Technologies (AmpTec) zu informieren und auszutauschen.

Zu Besuch bei AmpTec v.l.: Staatsrat Andreas Rieckhof, Christina Hansen, Referentin Cluster Life Science, BWI, Dr. Peter Scheinert, CEO, AmpTec und Juliane Worm, Project Manager Innovation & Technologies, LSN (©Bild: Dominic Völz/BWI)
Zu Besuch bei AmpTec v.l.: Staatsrat Andreas Rieckhof, Christina Hansen, Referentin Cluster Life Science, BWI, Dr. Peter Scheinert, CEO, AmpTec und Juliane Worm, Project Manager Innovation & Technologies, LSN (©Bild: Dominic Völz/BWI)
mRNAs "made in Hamburg"

mRNAs in aller Munde

Die AmpTec GmbH wurde bereits 2005 von Dr. Peter Scheinert und Dr. Guido Krupp gegründet und ist ein international tätiger Auftragshersteller (CDMO) synthetischer Nukleinsäuren für diagnostische und funktionelle Anwendungen. AmpTec produziert bereits seit 14 Jahren mRNAs für internationale Pharmafirmen und Forschungsinstitute in hoher Qualität.

Das mRNA-Tätigkeitsfeld rückte in den vergangenen zwei Jahren durch die Erfolge von BioNTech und Moderna in der SARS-Cov-2-Impfstoffentwicklung massiv in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Verwendung von mRNAs als eine völlig neue Wirkstoffklasse hat einen mRNA-Boom ausgelöst.

AmpTec wächst kräftig, um die enorme Nachfrage nach mRNAs zu bedienen. Seit Januar 2021 ist AmpTec ein Teil von Merck – einem der global führenden Wissenschafts- und Technolo­gieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Electronics.

Ein Blick in die Produktionslabore durfte beim Besuch selbstverständlich nicht fehlen. (Bild: ©Dominic Völz/BWI)

mRNA gehört die Zukunft

Diese beiden Faktoren sorgen für einen Sprung in der mRNA-Forschung und Entwicklung „made in Hamburg“ in den Laboren von AmpTec. Insbesondere die Übernahme durch Merck wirkt wie ein Katalysator für die Unternehmensentwicklung von AmpTec, berichtet Dr. Scheinert: „Mit Merck an unserer Seite und deren Ressourcen, können wir gemeinsam unseren Kunden Entwicklungen in allen Bereichen ermöglichen. Dazu gehören Lipide, die zur Verkapselung der mRNA im Produktionsprozess benötigt werden.“ Mit mRNAs liefert AmpTec die essenziellen Grundbausteine für eines der Top-Themen in Biotech und Pharma der kommenden Jahre – und das Unternehmen will auch selbst den nächsten Schritt gehen.

Mehr Fläche, mehr Mitarbeiter, eigene Wirkstoffe

Die Wachstumsbestrebungen von AmpTec haben Auswirkungen auf den Standort in Hamburg. Seit über 16 Jahren ist das Unter­nehmen an der gleichen Adresse gewachsen und beschäftigt aktuell 52 Mitarbeiter. Mit einer gesteigerten „mRNA-Awareness“ in verschiedenen Bereichen, wie zum Beispiel bei der Impfstoff­entwicklung, der Gentherapie oder auch der Tumor­therapie, ergeben sich nahezu automatisch neue Geschäfts­möglichkeiten. Dafür braucht es Flächen und quali­fizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Unser Ziel ist es, selbst Wirkstoffhersteller zu werden“, so Dr. Scheinert. Um dieses Ziel zu erreichen, plant AmpTec mit dem Aufbau von Pro­duktionslaboren auf GMP-Level und der Erweiterung der Mitarbeiterzahl um 20 zusätzliche Fachkräfte in diesem Jahr. Mit seinem Wissen rund um die mRNA-Technologie bringt sich Dr. Scheinert aktiv im Life-Science-Nord-Netzwerk ein, beispielsweise als Sprecher im „Online-Update Hygiene und Infek­tionsprävention: COVID-19“.

Politik und Life-Science-Wirtschaft im Austausch: Andreas Rieckhof und Dr. Peter Scheinert im Gespräch (Bild: ©Dominic Völz/BWI)

Hamburg will Entwicklung der Biotech-Szene weiter fördern und begleiten

„Wir sehen im Life-Science-Umfeld – und insbesondere im Biotech-Bereich – stark wachsende unternehmerische Aktivitäten. Als Behörde versuchen wir auf verschiedenen Ebenen dem damit steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften zu unterstützen. Als Stadt mit einer sehr hohen Lebensqualität scheuen wir keinen Vergleich. Jetzt gilt es ein Umfeld zu schaffen, um den passenden Boden für eine wachsende Branche zu bereiten und hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter davon zu überzeugen, hier zu bleiben oder hier ihren neuen Lebensmittelpunkt zu finden“, unterstreicht Staatsrat Andreas Rieckhof, der sich bei seinem Besuch beeindruckt zeigt, welche Entwicklung das Unternehmen am Standort in Hamburg genommen hat.

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