Neu im LSN e.V.: Cellcolab

Crossed

Life-Science-Coworking-Labor auf dem UKE-Gelände gestartet – Landing Hub in der HafenCity geplant

Laborflächenmangel in Hamburg? Insbesondere, wenn zeitlich begrenzte Laborprojekte umgesetzt werden sollen? Schnee von gestern! Das Hamburger Start-up und Neumitglied im Life Science Nord e.V. bietet vollausgestattete Laboreinheiten von der Single Bench bis zur 60 Quadratmeter Labsuite für Projekte und Startups zur Nutzung von einem Tag bis zu mehreren Jahren.

Sherif Idriss (li.) und Gregor Kindelmann haben mit einem Landing Hub Großes in der Hamburger Life-Science-Branche vor. (Bild: © Cellcolab, stock.adobe.com|sdecoret)
Sherif Idriss (li.) und Gregor Kindelmann haben mit einem Landing Hub Großes in der Hamburger Life-Science-Branche vor. (Bild: © Cellcolab, stock.adobe.com|sdecoret)
Neu im LSN e.V.: Cellcolab

Mehr als nur Laborfläche

Laborflächen in Hamburg sind ein begehrtes Gut, vor allem solche, die zeitlich flexibel zu nutzen sind. In diese Lücke stößt Cellcolab mit einem Konzept, dass deutlich mehr umfasst als das Bereitstellen von Räumen und Technologie zum Forschen und Entwickeln. "Über die Arbeitsplätze hinaus unterstützen wir mit individuelle zugeschnittenen Servicepaketen,  beispielsweise mit Assay Ready Cells, dazu Beratung, erweiterte Gerätezeiten und bei Bedarf mit zusätzlichem Personal. Wir begleiten Firmen und Wissenschaftler:innen, ihre Ideen in Produkte oder Services zu übersetzen. Dazu nutzen wir unser breites Netzwerk im LSN-Cluster und auch darüber hinaus, um sie mit den passenden Expert:innen, Förderprogrammen und Venture Kapital zusammenzubringen", bekräftigt Gregor Kindelmann. Durch das breite Partnernetzwerk kann Cellcolab Technologien vom Platereader über qPCR, Flow Cytometry, 3D Cell Culture, Single Cell Dispensing bis hin zu Imaging und Impedanzmessungen zur Verfügung stellen. Dabei wird das Portfolio ständig erweitert und auch individuelle Anfragen werden berücksichtigt.

Individuelle Auftragsforschung

"Als CRO bietet Cellcolab passgenaue Forschungsdienstleistungen für Unternehmen und Institute, die von uns von der Ideenentwicklung über das Projektdesign bis hin zur Durchführung der notwendigen Experimente, kompetent begleitet werden, damit sie ihre Ziele exakt erreichen können", berichtet Mitgründer und CSO Sherif Idriss und führt aus: "Auf Basis unserer technologischen Ausstattung von marktführenden Herstellern wie beispielsweise Omni Life Science, haben wir die besten Voraussetzungen um auch anspruchsvolle Forschungsprojekte zu realisieren. Dazu nutzen wir unter anderem KI-gesteuertes High-Throughput-Imaging, die Integration von Multi-Omics Dienstleistungen und Analytik sowie Services, um In-vitro-Forschungsprojekte in Zellkulturen sowie iPSCs und Organoid/Sphäroid-Forschung durchzuführen."

Life Science Landing Hub in der HafenCity geplant

Gestartet ist Cellcolab mit ersten Räumlichkeiten direkt auf dem Gelände des UKE. "Hier ist die Anbindung an Patien:innen und Ärzt:innen sowie weitere Forschungseinrichtungen für die von uns angebotenen Services optimal", sagt Gregor Kindelmann. Bei Cellcolab wird aber parallel bereits an der konkreten Umsetzung eines viel größeren "Landing Hubs" gearbeitet. "Unser Ziel ist es, unser eigenes Gebäude mit einer Gesamtfläche von rund 5.000 Quadratmetern direkt in der HafenCity zu realisieren. So können wir unsere Services noch mehr Forscher:innen zur Verfügung stellen und schaffen gleichzeitig einen Ort für junge und etablierte Unternehmen aus aller Welt, um sich mit dem deutschen und dem europäischen Markt zu vernetzen. Damit wird der Landing Hub mehr als ‚nur‘ ein großes Coworking-Labor. Der Hub kann zu einem Hamburger Life-Science-Leuchtturm mit überregionaler Strahl- und Anziehungskraft werden. Deshalb arbeiten wir bei der Planung und Realisierung eng mit der Freien und Hansestadt Hamburg und den Clusterorganisationen zusammen."

Laborflächensituation entspannt sich

Die Macher von Cellcolab schauen nicht nur auf de Entwicklung des eigenen Unternehmens, sondern werfen den Blick auch über den Tellerrand hinaus. "Um den Ruf eines exzellenten Biotech-Standortes gerecht zu werden, braucht es neben engagierten Forscher:innen und innovativen Unternehmen die Aufmerksamkeit der Politik und insbesondere: Laborflächen. Bei diesem Thema stimmen wir uns beispielsweise mit dem DESY ab, damit sich unserer Angebote optimal ergänzen. Aktuell starten wir mit vier Laboren und werden in den kommenden Jahren noch weitere hinzunehmen, damit wir als Region signalisieren können. Hamburg hat Laborflächen und ist ein attraktiver Standort für Life Science Start-ups und etablierte Unternehmen", so Gregor Kindelmann.

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