Start der COVID-19 Impfstoffproduktion in Reinbek

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Dermapharm Holding SE: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eröffnet Impfstoffproduktion bei Tochtergesellschaft Allergopharma GmbH & Co. KG

Die Dermapharm Holding SE ("Dermapharm"), ein wachstums­starker Hersteller von Marken­arzneimitteln, begann am 30. April in Anwesenheit von Bundesgesundheits­minister Jens Spahn sowie Ministerpräsident Daniel Günther und Minister Dr. Heiner Garg im Rahmen der Kooperation mit BioNTech SE mit der Produktion des COVID-19 Impfstoffes Comirnaty(R) am Standort der Tochter­gesellschaft Allergopharma GmbH & Co. KG in Reinbek, Schleswig-Holstein.

mibe GmbH Corona Impfstoffhersteller Brehna © Mitteldeutsche Zeitung | Foto: Andreas Stedtler
mibe GmbH Corona Impfstoffhersteller Brehna © Mitteldeutsche Zeitung | Foto: Andreas Stedtler
Start der COVID-19 Impfstoffproduktion in Reinbek

Nach sehr kurzer Vorbereitungszeit startet Dermapharm nun offiziell die Produktion des BioNTech Impfstoffs Comirnaty(R) bei Allergopharma in Reinbek. Herr Dr. Hans-Georg Feldmeier, Vorstandsvorsitzender von Dermapharm, begrüßt hierzu den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, sowie den Minister­präsidenten Daniel Günther und den Minister Dr. Heiner Garg. In dem hochmodernen Werk von Allergopharma wurde in die Herstellung der Formulierung von m-RNA Wirkstoff in Lipidnanopartikel investiert. Die so geschaffenen monatlichen Produktionskapazitäten betragen circa 40-50 Mio. Impfdosen, die zur Abfüllung in Vials an das Netzwerk von BioNTech/Pfizer ausgeliefert werden.

"Unser besonderes Know-how bei der Arzneimittelherstellung, insbesondere im Umgang mit Lipidnanopartikeln, ist die Grundlage unserer Kooperationsvereinbarung mit BioNTech SE. Bereits im Oktober 2020 haben wir mit der Herstellung des Impfstoffes Comirnaty(R) bei der mibe GmbH Arzneimittel in Brehna begonnen. Die dabei gewonnene Expertise konnten wir erfolgreich auf das Werk von Allergopharma transferieren. Wir freuen uns sehr, dass wir ab heute an zwei Standorten die Impfstoffherstellung von BioNTech/Pfizer unterstützen und damit unseren Beitrag zur Bekämpfung und Eindämmung der COVID-19 Pandemie erheblich steigern können", erläutert Dr. Feldmeier.

Mit der Aufnahme der Impfstoffproduktion übernimmt Dermapharm eine große Verantwortung. Die Unternehmens­gruppe hat dadurch aber auch einen großen Zugewinn an Know-how erlangt, der auch für die künftige Entwicklung des Konzerns von großer Bedeutung ist. Aber nicht nur durch die Realisierung des technologisch äußerst anspruchsvollen und verantwortung­svollen Impfstoffprojekts, sondern auch durch die positive Entwicklung des gesamten Konzerns hat Dermapharm im Jahr 2020 seine besondere Leistungsfähigkeit bewiesen. Hierbei spielt der Standortvorteil Deutschland eine entscheidende Rolle. Die COVID-19 Pandemie zeigt eindrucksvoll auf, dass die Lieferfähigkeit das wichtigste Kriterium für ein erfolgreiches Pharmaunternehmen darstellt und unterstreicht die Notwendigkeit, Produktionskapazitäten für Arzneimittel in Deutschland und Europa vorzuhalten.

Logistikzentrum Brehna © Mitteldeutsche Zeitung | Foto: Andreas Stedtler

"Die Kooperationen von Unternehmen helfen, Deutschland und Europa schneller mit Impfstoff zu versorgen. Das macht uns zuversichtlich, dass die aktuellen Lieferprognosen eingehalten und dass wir allen wie versprochen im Sommer ein Impfangebot machen können. In dieser Pandemie entwickelt sich Deutschland zu einem der Weltmarktführer von m-RNA-Impfstoffen, wir sind da ein starker Standort. Die Zusammenarbeit von BioNTech und Allergopharma ist ein weiterer Beleg dafür", ergänzt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Ministerpräsident Daniel Günther fügt hinzu: "Schleswig-Holstein ist stolz, dass in Reinbek ab sofort ein wichtiger Beitrag in der Pandemie-Bekämpfung geleistet wird. Mit dem heutigen Produktionsstart können wir noch mehr Impf-Tempo aufnehmen. Das gibt Zuversicht und Hoffnung und ist ein wirklich guter Tag für die Menschen in Schleswig-Holstein, Deutschland und Europa."

Allergopharma wurde am 1. April 2020 von Dermapharm akquiriert und bis zum Jahresende 2020 vollständig in den Konzern integriert, so dass künftig das große Potential von Allergopharma und seines hochattraktiven Produktportfolios optimal genutzt werden kann. Allergopharma verfügt über 50 Jahre Erfahrung in Forschung und Produktion von Therapien zur Behandlung von Allergien. Als Spezialist für die subkutane Hyposensibilisierung ist Allergopharma in diesem Bereich einer der führenden Anbieter in Europa und bietet eine breite Palette hochdosierter, hypoallergener Präparate, sogenannte Allergoide, an. Außerdem umfasst das Portfolio eine große Auswahl an Allergenen zur Diagnostik. Die Produkte von Allergopharma sind aktuell in zehn Ländern erhältlich. Der Vertrieb im Ausland erfolgt entweder über eigene Teams oder externe Partner. Allergopharma beschäftigte zum Jahresende 320 Mitarbeiter/innen.

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