Zu Besuch bei BODE Chemie

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Seit 1965 produziert das Unternehmen die „Marke des Jahrhunderts“ der Händedesinfektion in Hamburg – und wird auch zukünftig am Standort weiter wachsen.

Die Life-Science-Nord-Region kann als das „Silicon Valley der Händedesin­fektion“ bezeichnet werden – gleich mehrere Unternehmen entwickeln und produzieren in Hamburg und Umge­bung Hände-Desinfektionsmittel, die über die Grenzen Norddeutschlands auch in weiten Teilen der Welt bekannt sind. Eine Marke sticht dabei jedoch besonders hervor – und das bereits seit mehr als 55 Jahren: Im Juni 1965 verließ die erste Flasche Sterillium® die Produktionshallen der BODE Chemie GmbH, einem Unternehmen der HARTMANN GRUPPE, in Hamburg-Stellingen.

Jordi Guijarro, Director Operations Management, BODE, Andreas Rieckhof, Staatssekretär, BWI, Alexander Schwieger, Managing Director und Arne Roettger, Director Global Marketing, beide BODE Chemie (v.l.n.r., Foto: © LSN)
Jordi Guijarro, Director Operations Management, BODE, Andreas Rieckhof, Staatssekretär, BWI, Alexander Schwieger, Managing Director und Arne Roettger, Director Global Marketing, beide BODE Chemie (v.l.n.r., Foto: © LSN)
Zu Besuch bei BODE Chemie

Im Rahmen einer „Life-Science-Tour“ war Life Science Nord gemeinsam mit Andreas Rieckhof, Staatsrat der Hamburger Behörde für Wirtschaft und Innovation zu Gast im Werk der BODE Chemie direkt zwischen Volkspark und Kieler Straße. Hier hat das als Bacillolfabrik Dr. Bode & Co. bereits 1924 gegründete und heute zur PAUL HARTMANN AG gehörende Unternehmen seinen Sitz. Seit der Gründung – und spätestens seit dem Siegeszug von Sterillium® – der bereits über 50 Jahre anhält, wurde der Standort kontinuierlich erweitert und laufend an neue Anforderungen angepasst.

Und das soll auch so bleiben, auch wenn das Unternehmen in den 1980er Jahren in Teilen zum Beiersdorf-Konzern gehörte und schließlich zum 1. Januar 2009 von der PAUL HARTMANN AG aus Heidenheim übernommen wurde. „Wir fühlen uns sehr wohl hier in Hamburg-Stellingen und das nicht nur aus Tradition. Hamburg als Standort ist ein wichtiger Faktor für die Mitarbeitergewinnung und die Anbindung an alle Verkehrsinfrastrukturen ist gut. Wir haben auch noch Optionen, um an der gewohnten Wirkungsstätte weiter wachsen zu können“, unterstreicht Alexander Schwieger, der BODE Chemie als Geschäftsführer und damit auch HARTMANNs Geschäftsbereich Desinfektion seit Mitte August 2021 leitet.

Eine „Jahrhundert-Marke“ auf dem Weg in die Zukunft

Das BODE Flaggschiff-Produkt Sterillium® wurde im November 2021 bereits zum dritten Mal in Folge zur „Marke des Jahrhunderts“, eine renommierte Auszeichnung der ZEIT Verlagsgruppe, in der Kategorie „Hände-Desinfektionsmittel“ gewählt. Als Teil von HARTMANN hat BODE einen Platz gefunden, der viel Raum lässt, um diesen „Klassiker“ der Händedesinfektion auch nach über einem halben Jahrhundert in einem zukunftsfähigen Umfeld weiterzuentwickeln. „Digitalisierung ist für uns mehr als nur ein Hype. Wir sind z. B. gemeinsam mit einem Start-up dabei, moderne Technologien zur Vernetzung von Desinfektionsmittel-Spendern einsatzfähig zu gestalten, um die Händehygiene-Compliance, also die Einhaltung aller Regeln der Händedesinfektion in Krankenhäusern, deutlich zu erhöhen, ohne, dass sich Mitarbeitende dabei überwacht fühlen.“ Am Ende ist eine hohe Compliance einer der entscheidenden Schlüssel, um nosokomialen Infektion zu verhindern.

Starke Antworten auf die aktuelle und zukünftige Pandemien geben

Spätestens mit dem Beginn der Corona-Pandemie hat sich die Wichtigkeit der Händedesinfektion wahrscheinlich bis in den letzten Winkel der Welt verbreitet. Und BODE hat geliefert. „Wir waren auch bereits vor der Pandemie in 99 Prozent aller Apotheken deutschlandweit präsent und haben im Absatz über die Apotheken einen Marktanteil von 70 Prozent. Dieses Vertrauen wollen wir natürlich erhalten und auch zurückgeben. Deswegen arbeiten wir bereits heute daran, im Falle zukünftiger Pandemien besser aufgestellt zu sein, um noch schneller reagieren zu können“, blickt Alexander Schwieger voraus.

Dass Stillstand nichts für das BODE/HARTMANN Team ist, zeigt auch das 2011 gegründete BODE SCIENCE CENTER – seit Juni 2021 in HARTMANN SCIENCE CENTER umbenannt. „Unser Science Center hier am Standort ist seit mehr als zehn Jahren die stärkste Einrichtung der Infektionsschutzforschung im deutschsprachigen Raum und ein etablierter Impulsgeber für die gesamte Branche“, sagt Arne Roettger, Director Global Marketing bei BODE. Vertreter des Unternehmens bringen ihr Wissen aktiv in die Förderung und Weiterentwicklung der Infektionsprävention ein – so zum Beispiel Partner des HIHeal-Netzwerkes des gleichnamigen Projektes der Cluster Life Science Nord und Gesundheitswirtschaft Hamburg. „Wir engagieren uns seit vielen Jahren als Platin-Mitglied bei Life Science Nord, um den Austausch rund um die Entwicklung von Hände- und Flächendesinfektion in der Region aktiv mitzugestalten, denn hier schlägt das Herz der Desinfektion im deutschsprachigen Raum – und wir wollen dazu beitragen, dass das auch so bleibt“, erläutert Alexander Schwieger.

„Als Stadt schätzen wir uns glücklich, dass ein Unternehmen wie BODE Chemie seit fast 100 Jahren fest in Hamburg verwurzelt ist. Die Hände-Desinfektionsmittel sind ein schönes Beispiel, dass weltweit erfolgreiche Marken und Produkte aus Hamburg kommen. Im engen Austausch mit den Unternehmen arbeiten wir daran, eine attraktive und wachstumsfördernde Umgebung zu schaffen. Wenn ein Unternehmen am Standort Hamburg wachsen kann, unterstützen wir das als Stadt natürlich nach allen Kräften“, betonte Staatsrat Rieckhof beim Besuch vor Ort.

Fußnote
Hände-Desinfektionsmittel vorsichtig verwenden.
Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
HWG Pflichttexte

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