Grenzüber-
schreitende Biobank
Crossed
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Dr. Anna Eckers
Project Manager
P +49.431.9088-5828
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Im Projekt BONEBANK wird eine innovative Wertschöpfungskette zur klinischen Gewinnung und Verwertung von Knochenmark-Stammzellen im Rahmen von frakturbedingten Routine-Operationen entwickelt und implementiert.

Projektsteckbrief

Laufzeit

01.09.2015 - 31.08.2020

Förderprogramm

BONEBANK wird gefördert durch Interreg Deutsch­land-Dan­mark mit Mitteln des Euro­päisch­en Fonds für regio­nale Ent­wicklung (Mehr über Interreg Deutsch­land-Dan­mark unter www.interreg5a.eu)

Was passiert bislang?

Das bei der OP an­fallen­de Ma­te­ri­al wie Kno­chen­mark, Blut und Stamm­zellen wird ver­worfen und muss ent­sorgt werden.

Was soll bei BoneBank passieren?

Die Stamm­zellen wer­den aus dem an­fallen­den Ma­te­ri­al se­pa­riert, auf­be­rei­tet und in einer deutsch-dänischen Bio­bank eingelagert. Diese Knochen­mark-Stamm­zellen stellen eine neue, hoch­wertige Ressource dar, die der Ver­wer­tung durch Pa­tien­ten selbst, wei­te­ren Spen­dern, For­schungs­ein­rich­tun­gen und for­schen­den Un­ter­neh­men zu­ge­führt wer­den soll.

Projektziele und geplante Aktivitäten

Auf­bau und Im­ple­men­tie­rung einer deutsch-dänischen Bio­bank für Kn­ochen­mark-Stamm­zellen durch:

  • die Ent­wick­lung von Ver­fah­ren zur Ge­win­nung von Kn­ochen­mark-Stamm­zellen in der kli­ni­schen Frak­tur- Be­hand­lung im Rah­men von Rou­ti­ne-Ope­ra­tio­nen
  • den Auf­bau und Bet­rieb einer grenz­über­schrei­ten­den Bio­bank für Kno­chen­mark-Stam­mzellen
  • die Ent­wick­lung eines Or­ga­ni­sa­tions- und Ver­wer­tungs­mo­dells der deutsch-dä­ni­schen Bio­bank

Beitrag zu den Programmzielen

  • Produktinnovation: Instrument zur Gewinnung von Knochenmark-Stammzellen
  • Prozessinnovation: neue Ressource von Knochenmark-Stammzellen
  • Neue Produkte und Serviceleistungen: Organisations- und Geschäftsmodell zur Verwertung der Biobank

Zielgruppen

  • Kliniken und Traumazentren
  • Unternehmen
  • Patienten und die allgemeine Öffentlichkeit
  • Forschungseinrichtungen
  • Wissenschafts-, Wirtschafts- und Gesundheitsministerien im Programmgebiet

Projekt- und Netzwerkpartner

  • Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Lübeck
  • Odense Universitetshospital
  • Stryker Trauma GmbH
  • soventec GmbH
  • Life Science Nord Management GmbH
  • Welfare Tech
  • Syddansk Sundhedsinnovation

Ab März 2019

  • Universität zu Lübeck
  • Næstved Hospital, Department of Clinical Immunology
  • IHK zu Lübeck

Anwendungen

Folgende Verwertungsoptionen der Knochenmark-Stammzellenwerden verfolgt:

  • Eigennutzung durch Patienten (autolog)
  • Spende für andere Patienten (allogen)
  • Einlagerung für künftige Eigennutzung oder für die Nutzung durch direkte Verwandte als mögliches zukünftiges Zellmaterial
  • Nutzung für die Gesundheitsforschung zum Nutzen der Allgemeinheit
  • Förderung von Innovationen in der deutsch-dänischen Grenzregion und damit Förderung von Wachstum und Beschäftigung

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Das Projekt BONEBANK vereint vorhandene Kompetenzen der deutschen und dänischen Projektpartner in den Bereichen Forschung an Knochenmarkstammzellen und Medizintechnik sowie universitäre Traumazentren und Biobank-Betreiber auf beiden Seiten der Grenze und ergänzt diese optimal. Somit entsteht eine einzigartige neue Wertschöpfungskette in der Region, von der innovativen Gewinnung der Knochenmark-Stammzellen über deren Einlagerung in einer grenzüberschreitenden Biobank bis zur Verwertung durch regionale Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Das Projekt BONEBANK bildet eine wichtige Innovationsplattform für forschende Unternehmen zur Entwicklung von neuen medizinischen Produkten und Therapien für die regenerative Medizin. Zudem leistet es mittelfristig einen Beitrag zur Steigerung der regionsinternen Forschungs- und Entwicklungsausgaben im Programmgebiet.