

Bei einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung sind die Bronchien ständig entzündet. Die Lungenbläschen am Ende der Atemwege sind zerstört. Durch die Beatmung in der Nacht wird immer mehr Luft in sie hineingepresst. Und genau da setzt Dr. Stephan Rüller, Schlafmediziner am Forschungszentrum Borstel im Kreis Segeberg, an. "Es ist ein so hoher Druck in der Lunge, dass die Ausatemwege zugedrückt werden. Und obwohl noch Luft drin ist, kann sie nicht ausgeatmet werden", sagt Rüller. Einfache Idee - große Wirkung
Die Lösung war so einfach wie genial: Rüller manipulierte das Beatmungsgerät so, dass die Ausatmung erschwert wurde. Der Patient wird jetzt mit einem viel geringeren Druck beatmet. Dafür muss er gegen einen sich verändernden Widerstand ausatmen - das Gerät simuliert die sogenannte Lippenbremse. "Man kräuselt die Lippen, kann das selbst regulieren und atmet dann gegen diesen Gegendruck aus. Die Erleichterung kommt dadurch, dass durch den Gegendruck die Atemwege noch ein bisschen weiter geöffnet werden - und die Ausatemphase viel länger ist", erklärt Rüller. So kann die in den Lungenbläschen gefangene Luft entweichen. Rüllers Erfindung wurde schon patentiert
Das Forschungszentrum Borstel hat Stephan Rüllers Idee patentieren lassen – seit Jahresbeginn ist das neue Beatmungsgerät offiziell als Medizinprodukt zugelassen. Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier...
Quelle: www.fz-borstel.de

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